Toyota setzt mit dem neuen Yaris Hybrid nun auch in der Kompaktklasse auf die Kombination von Benzin- und Elektromotor. Das macht auf dem Papier durchaus Sinn, werden kleine Autos doch häufiger als grosse Limousinen im Stadtverkehr eingesetzt. Und in der City können die Vorteile des Systems am besten umgesetzt werden, die Verbrauchsersparnis ist dort am grössten.

Natürlich ist so ein kombinierter Antrieb, wie er von Toyota eingesetzt wird, nicht gerade kostengünstig. Während man Autos vom Schlag eine Hyundai iX20, Fiat Punto oder auch einen normalen Toyota Yaris für deutlich unter 20'000 Franken bekommt, ist der Hybrid-Japaner nicht unter 24'500 Franken erhältlich. Dafür soll sich der Yaris mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,5 Litern pro 100 Kilometer begnügen. Der andere Hybrid in der Kompaktklasse, der Honda Jazz (er kann wegen einer anderen Auslegung des Hybridsystems nicht rein elektrisch fahren) kostet übrigens mindestens 25'000 Franken.

Wie alle Vollhybrid-Modelle von Toyota und Lexus lässt sich auch der Yards bis zu einem Tempo von 50 km/h rein elektrisch antreiben, wenn die Batterie über die entsprechenden Reserven verfügt. Mittels eines etwas versteckt angebrachtem, Schalter neben dem Handbremshebel kann der reine Elektromodus aktiviert werden. Dann ist Geduld gefragt. Denn wenn man das Fahrpedal etwas zu forsch niederdrückt, springt sofort der Benziner an, um beim Vortrieb mitzuhelfen. Diese Abstimmung des Hybridsystems ist zwar sicher auf optimale Kraftstoffersparnis ausgelegt. Im täglichen Betrieb aber ist es kaum möglich, elektrisch loszufahren. Der Yaris nimmt mit dem Elektromotor einfach zu langsam Fahrt auf, man wird zum Verkehrshindernis. Und wie bei Fahrzeugen mit stufenlosen CVT-Automatikgetriebe üblich, sind Fahrten auf der Autobahn nicht sonderlich angenehm. Wird viel Leistung verlangt, dreht der kleine Vierzylindermotor gnadenlos hoch und verharrt nahe der Höchstdrehzahl, bis der Wagen das gewünschte Tempo erreicht hat. Das ist zwar sehr effizient, aber einfach nicht schön anzuhören.

Knackig: das Auto macht auch von hinten eine gute Figur.

Der Hybrid-Yaris hat ene andere Front bekommen als die normalen Modelle.